Im Publikum haben Großeltern, Eltern, Bekannte und Freunde nicht nur auf den Stühlen, sondern sogar auf der langen Fensterbank ihre Plätze eingenommen. Obwohl das Adventsmusical „Wenn es wieder weihnachtet“ an zwei Tagen aufgeführt wird, ist die Nachfrage bereits am ersten Tag sehr groß. Sie alle wollen den Auftritt der Dritt- und Viertklässler nicht verpassen.

Die Augen der kleinen Schauspieler sind derweil auf die Leitung gerichtet. Immer wieder holen sie Luft, um ja den Einsatz nicht zu verpassen. Sie warten auf ein Zeichen, das Nicken von Jeannette Schwarz. Während die Ersten ihren Sologesang beginnen, nutzen andere die Gelegenheit und suchen im Publikum nach bekannten Gesichtern. Sobald sie jemanden entdecken, leuchten ihre Kinderaugen auf.

Das Musical handelt, wie der Name es bereits verrät, von Weihnachten. Weihnachten steht vor der Tür und die Vorbereitungen in der Adventszeit laufen auf Hochtouren: Wunschlisten müssen abgearbeitet, Geschenke verpackt und geliefert sowie Weihnachtsgebäcke gebacken werden. So weit alles gut.

In nur zwei Wochen ist das Stück auf die Beine gestellt worden.

Aber es kommen Hindernisse dazwischen. Das Geschenkpapier geht aus, die Rentiere sind nicht fit genug, der Schlitten des Weihnachtsmanns kann nicht repariert werden. Zudem besteht die Gefahr, dass es keine weißen Weihnachten geben könnte, da der Frost erkrankt ist und Fieber hat. Da ist die Hilfe der vielen Hilfsengel und Unterstützer gefragt. Doch keine Angst: Letztendlich gelingt es durch das Engagement vieler Helfer und den Lösungsvorschlägen des Weihnachtsmanns, das Fest zu retten. Es schneit, die Geschenke sind fertig und Leckeres steht auf dem Tisch.

Apropos Unterstützung und Helfer: In dem Musical haben nicht nur die Schüler eine bestimmte Rolle, sondern viele weitere Beteiligte, die alle gemeinsam die Aufführung ermöglicht haben. Renate Hartmann, die stellvertretende Schulleiterin, ist von der klassenübergreifenden Beteiligung und dem Ergebnis begeistert. „So viele Mitwirkende gab es noch nie auf dieser Aula“, sagt sie. Als „ein Miteinander von Groß und Klein“ bezeichnet sie die Zusammenarbeit. Getreu dem Sinn einer Gemeinschaftsschule. Sie schätzt auch den Mut der Schüler, vor so vielen Leuten zu singen. Sie lobt das ganze Team, das das Weihnachtsstück in nur zwei Wochen auf die Beine gestellt hat.

Überdimensionale Requisiten von der Kerze bis zum Kühlakku.

Dazu zählt Jeannette Schwarz, die das Stück mit der Unterstützung von Nadine Schubert umgeschrieben hat. Für eine musikalische Begleitung sorgten der 50-köpfige Schulchor und die Lehrer-Combo. Diese bestand aus Eva Bauer (Percussion), Karl Bickel (Bass), Barbara Pampel (Violine), Florian Vorherr (Gitarre), Peter Riesle (Oboe) und Jeannette Schwarz (Klavier).

Gestalterische und künstlerische Hilfe kam vom Kunstprofilunterricht der siebten und neunten Klassen mit Marie-Luise Leifheit und Karin Wörner. Sie lieferten unübersehbare Requisiten. In überdimensionaler Größe waren unter anderem zu sehen: ein großer Adventskranz, allerdings nur mit einer Kerze, damit die Vorweihnachtszeit schnell vorüber ist, viele Langhanteln, damit die Rentiere bis zum Fest fit sind, ein Schraubenzieher in der Schlittenwerkstatt, mehrere Frisiertische für die Tannenbäume, ein Backofen für die Weihnachtsbäckerei und drei Kühlakkus, damit der Frost sich erholt.

Licht und Ton regulierte die Sound-AG mit Werner Kunz. Für den Druck und das Layout des Programms waren Florian Vorherr und Peter Riesle verantwortlich. Die Karten und die Dekoration außerhalb der Kulisse organisierte die Klassenstufe drei mit Corinna Roller. Das Catering stellten Lisa Riesle, Karin Wörner, Patrick Krewedl und das Segel-Projekt für die Besucher bereit. Weitere Helfer waren Beatrix Millich und Katharina Renken.                                                                                                                                                                                                                 Keziban Bitek, WKZ vom 08.12.18